Notice: Undefined index: HTTP_ACCEPT_LANGUAGE in /mnt/web208/e2/34/52100134/htdocs/src/lang_detect.php on line 5 Scoop!

Scoop?! What´s that?


Scoop is the unique tool for filling vaporizers, (water-)pipes and cone tubes.
Things can be filled very easily and without making a mess.
The handle of the Scoop can also be used for scraping up material. Additionally, the Scoop handle has a beveled edge for chopping through stubborn material.
The Scoop is manufactured in proper style from hemp and corn, so it is environmentally friendly.
The Scoop is made in Germany!


News about Scoop


July 1 2017

Ballermann VS: Cannabis Social Club - Die süßen Seiten Mallorcas

Malle is nur einmal im Jahr -  Cannabis Social Club VS. Ballermann 6

Im Mai dieses Jahres hatte ich das große Vergnügen zum ersten Mal  die, als 17. Bundesland bezeichnete Party-Insel  deutscher Sauftouristen besuchen zu dürfen.  3 Tage Sonne, Strand.. und Ballermann?!

Ich muss gestehen, dass meine Kenntnisse über die sogenannte Putzfrauen Insel bisher überwiegend aus billigen TV-Dokumentationen zusammengestückelt waren, welche sich inhaltlich meistens auf Berichte über die ortsansässige High-Society und beruflich auf der Insel verwurzelte C-Promis, sowie deren Darbietungen rund um die berüchtigte Schinkenstraße beschränken. Von der Existenz einer „anderen Seite“ Mallorcas hatte ich zwar auch schon durch manche Berichte erfahren,  dennoch war mein Bild dieser zu Unrecht verrufenen Insel, vorrangig durch die typischen „ Drogentouristen mit promillehaltigem Hintergrund“  geprägt.  

Zwar sind derartige Dokus über Auftritte von (Alt-)Schlagerstars wie Jürgen Drews oder dem ehemaligen 9 Live Moderator “Big-Brother-Jürgen“ in den berüchtigten Partytempeln namens Bierkönig, oder Mega-Park immer auch mit ein paar Impressionen abseits des Ballermann 6 Trubels gespickt. Doch im Großen  und Ganzen war meine Meinung über dieses Paradies auf den Balearen doch ziemlich einseitig geprägt.

Also nix wie hin!

Gegen Nachmittag starteten meine Freundin und ich vom Flughafen Köln Bonn und kamen nach einem entspannten Flug in Palma an. Standesgemäß wie es sich für Pauschaltouristen geziemt, wurden wir mit einem Shuttlebus zu unserem Hotel inmitten der Bettenburgen von S´Arenal kutschiert.  Im Zimmer eingenistet, sorgte eine kleine Sportzigarette auf dem Balkon für die notwendige Gelassenheit um den nahegelegenen Sündenpfuhl der Promillejünger, in einem ersten abendlichen Rundgang zu erkunden und das, sich darbietende Spektakel meiner betrunkenen und gröhlenden Landsleute zu bestaunen.  

Ein Kulturschock mit Fremdschämfaktor auf der Strandpromenade erwartete uns. Überall torkelnde Figuren mit komischen T-Shirts und leuchtendem Plastik- Nippes auf den Köpfen.  

Sex, Titten, Bier

So und ähnlich lauteten die diversen Mottos welche uns, in großen Lettern auf die uniformähnliche, sommerliche Oberbekleidung der Schluckwilligen gedruckt, entgegensprangen  und wohl für einen gewissen Zusammenhalt und Wiedererkennungswert der benebelten Mitglieder verschiedener Kegel- und Junggesellenvereine untereinander sorgen sollten.

Es herrschte starker Seegang auf der Promenade, welche von zahlreichen Straßenverkäufern afrikanischer Herkunft umsäumt war, die ihren billigen Plastikmüll an die, nur eingeschränkt geschäftsfähigen Touristen zu verkaufen versuchten.  Unvorstellbar für mich, dass dies in der Hochsaison noch heftigere Ausmaße annehmen könnte.  Doch die günstigen Spottpreise für, mit Spirituosen vollgestopfte Putzeimer in den Supermercados auf der Flaniermeile lassen einiges erahnen.

Einmal hoch und wieder runter

Ein etwa einstündiger Spaziergang im milden Mittelmeerklima reichte völlig aus, um uns zur Bettruhe zu motivieren und den, an einen Zoobesuch erinnernden  Abend genüsslich ausklingen zu lassen. Leider ließ mich selbst der leckere Gute-Nacht-Dübel nicht über die unerträglich schlechten Betten und Kissen aus Beton hinweg schlafen und so war ich gar nicht so unglücklich als diese erste Nacht auf Malle endlich ein Ende fand und unsere Pläne ihren Lauf nehmen konnten.

So wurde Punkt eins der Tagesordnung mit einem relativ reichhaltigen Frühstückbuffet abgehakt. Anschließend  machten wir uns auf den Weg unser Fluchtfahrzeug abzuholen, welches wir bei der, nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt ansässigen Fahrrad- und Motorradvermietung  „Rent Zoom“ zur unabhängigen Erkundung der Insel für die folgenden zwei Tage reserviert hatten.

Dank des freundlichen Service und einer sehr unkomplizierten Abwicklung dauerte es nur wenige Minuten bis wir unsere Flucht in die Freiheit, weg vom eingedeutschten Billigtourismus von Arenal,  mit einem gepflegten Motorrad und erstklassigem Equipment beginnen konnten. Schon kurze Zeit später machten wir einen ersten Zwischenstopp an einem kleinen Strand, welcher sich unmittelbar in der Einflugschneise des Flughafens befand. Die Touristenbomber waren am Himmel aufgereiht wie Perlen an einer Kette und einer nach dem anderen flog dicht über unsere Köpfe hinweg um einen Katzensprung weiter auf spanischem Boden aufzusetzen.   

Nachdem wir unser Füße noch ein wenig im kristallklaren Wasser des Mittelmeers abgekühlt hatten, saßen wir schon bald wieder auf unserem schwarzen  Blitz und fuhren gemütlich die Küste entlang durch kleine Dörfer und Städtchen, um schließlich den nächsten Zwischenstopp bei der beeindruckenden Kathedrale von Palma einzulegen. Schnell etwas „Kultur To Go“  und weiter ging die Fahrt an prächtigen Yachthäfen vorbei in Richtung des Örtchens Santa Ponca, wo wir zwecks Proviantaufnahme zunächst einen mittelgroßen Supermarkt aufsuchten.

Etwas Brot, Schinken, Käse und Wasser mehr braucht es nicht für eine Brotzeit nach Mallorquiner Lesart. Womit wir dank der, allgemein sehr niedrigen Lebensmittelpreise in Spanien ziemlich kostengünstig davon kamen. Der kleine Strand in der, von steilen Felswänden umgebenen Bucht war der ideale Ort, um dem kleinen Mittagssnack durch ein passendes Ambiente einen zusätzlichen, mediterranen Beigeschmack zu verleihen.

Dabei war das, im kastilischen Santa Ponsa genannte Städtchen mit seinen knapp 11.500 Einwohnern kein zufälliges Ziel unserer Reise. Auch wenn weder ein Besuch des „Café Katzenberger“ noch des „Königs von Mallorca“ dabei auf unserer To-Do-Liste stand, gab es doch einen guten Grund zur Auswahl dieser Destination.

Denn bereits im Vorfeld dieser Reise hatte ich über die, für Cannabis-Liebhaber überaus  nützliche App „Weed Maps“, einen Cannabis-Social-Club vor Ort ausfindig gemacht und im Rahmen meiner Tätigkeit als Gelegenheits-Blogger Kontakt zu dessen Betreiber aufgenommen. Meine Anfrage per Email wurde sehr freundlich beantwortet und meiner Bitte um einen Interviewtermin im Rahmen meines Aufenthalts mit erfreulicher Aufgeschlossenheit begegnet.

Dieses in einer Grauzone spanischer Gesetzgebung florierende Konzept einer, nichtkommerziellen und in festen Vereinsstrukturen organisierten Form der Mitgliederbasierten Cannabiskultur, ist ein Faszinosum und ein, meines Erachtens als Weltkulturerbe zu schützendes weil kulturell wertvolles Kleinod mit einer Vorbildfunktion, hinsichtlich der sinnvollen Regulierung von Cannabis als Genussmittel für mündige und erwachsene Menschen. Und so freute ich mich sehr über diese Gelegenheit, bei meinem Besuch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen dieser unauffälligen und von der Straße nicht als solche erkennbare Institution zu bekommen.     

 

Für Ende Mai brannte die Sonne schon unerwartet stark, was aufgrund des angenehm kühlen Fahrtwinds auf dem Motorrad natürlich leicht zu vernachlässigen war. Und so war unsere, von Shorts und T-Shirt nur mangelhaft geschützte Haut, mangels Verwendung geeigneter Sonnenschutzkosmetik, schon krebsrot, als wir den Strand erreichten. Umso mehr war ich nach dem kleinen Picknick mit Blick auf das ruhige Meer, von der Möglichkeit angetan, mich für eine gewisse Zeit in die schattigen Räumlichkeiten des ca. 120m² großen Clubs zurückziehen zu können, welcher sich im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Wohngebäudes, nur einen Steinwurf weit entfernt von den sonnenbadenden Touristen am Strand befindet.  

Von außen nicht erkennbar, war der Club trotz ausführlicher Erklärung nicht leicht zu finden. Einzig eine unauffällig platzierte und auf eine dunkle Eingangstüre gerichtete Überwachungskamera gab einen Hinweis darauf, dass diese möglicherweise die richtige sein könnte. Ich wagte den Versuch und drückte auf die Klingel. Eine weibliche Stimme meldete sich auf Spanisch über die Wechselsprechanlage.

Da ich bei einem früheren Besuch in Barcelona im Rahmen der Spannabis Messe bereits einen Reisebericht verfasst hatte, in welchem ich u.a. auch über die örtliche CSC-Szene schrieb und welcher anschließend im Blog des Amerikanischen Magazins „Abakus“ veröffentlicht wurde, hatte ich diesen bei meiner Kontaktaufnahme mit „Free Weed Mallorca“ als Referenz genannt. Folglich wurde ich in der Einladung darum gebeten, mich an der Türe als „Stefan, el periodista de Abakus“ vorzustellen, was ich dann schüchtern stammelnd machte.

Der Summer ertönte und signalisierte, dass mir Einlass gewährt wurde. Ich öffnete die Türe und betrat einen großen, abgedunkelten Raum der an einen geräumigen Partykeller erinnerte. Einige Tische um welche zahlreiche, gemütliche Sofas gestellt waren, ein großer Billard Tisch und eine lange, über Eck verlaufende Bar. An den Wänden Poster von harzigen, reifen Cannabisblüten und hinter der Bar eine zarte junge Frau die mich herzlich begrüßte und sich mit dem Namen Claire vorstellte. Claire war meine „Kontaktperson“ und übernahm als rechte Hand des Betreibers, welcher selbst Italiener ist und bevorzugt Italienisch oder Spanisch, jedoch nur schlecht Englisch spricht, die Korrespondenz im Vorfeld.

Eine Hand voll Leute jeglichen Couleurs und Alters saßen an der Bar und Claire machte in Ihrer Funktion als Bardame und Budtenderin einen sehr eloquenten Eindruck. Neben Ihr auf einem Barhocker saß Maxi, der italienische Gründer und Betreiber des Clubs. Die aus Irland stammende Claire machte uns miteinander bekannt und half ihrem Boss auf die Sprünge, der trotz sehr herzlicher Begrüßung nicht mehr so recht wusste, wer ich eigentlich bin oder warum ich überhaupt da war. Nachdem seine Erinnerung über den „Interviewtermin“  langsam zurückkehrte, verabschiedete sich Maxi erst einmal und verließ den Club.

Dies, so versicherten mir Claire und ihre beiden anwesenden Landsmänner, sei sehr ungewöhnlich für Maxi, der üblicherweise selbst nur wenig Verständnis dafür aufbringen kann, dass die Leute statt den ganzen Tag im kühlen Club zu chillen, gerne auch mal das Licht sehen und die Sonne genießen wollen. Schnell kam ich mit den Gästen des Clubs ins Gespräch, nachdem Claire mit der Präsentation der diversen feinen Cannabis-Varietäten das Eis gebrochen hatte. In einem, in mehrere Fächer unterteilter Schaukasten aus Holz wurde das Tagesangebot an Haschisch und Cannabisblüten zur Schau gestellt, welches sich sowohl hinsichtlich der Vielfalt, als auch der optischen Qualität der dargebotenen Cannabisprodukte durchaus sehen lassen konnte.

Das Blütenangebot umfasste überwiegend Hanfsorten aus Indoor-Anbau, welche ausnahmslos alle das Potenzial hatten, das Herz eines jeden Cannaseurs höher schlagen zu lassen. Die Preise zwischen € 6,50 und € 7,50 sind, entsprechend der nicht gewinnorientierten Ausrichtung des Clubs, als äußerst moderat zu bezeichnen.

Mit gutem. klebrigen Pollen für drei Euro, öligem Schwarzen für ´nen Fünfer und sagenhaft duftenden BHO-Varianten, welche bereits in kleinen Mengen von  0,1g für € 6,-,  bzw. für  € 50,- pro Gramm zu haben waren, enthielt das reichhaltige Menü auch Harze und Extrakte für jedes Budget. Und so ist es, angesichts der traditionell starken Verbreitung des Cannabiskonsums in Spanien auch nicht weiter verwunderlich, dass zu den ca. 200 Mitgliedern des Clubs ebenso zugewanderte Kiffer aller Gesellschaftsschichten zählen, wie  auch die ältere einheimische Reinigungskraft, welche vermutlich nach ihrem Dienst in einem der zahlreichen, das Nordufer der Bucht dominierenden Mittelklassehotels,  im Club etwas Entspannung und soziale Kontakte genießt.

Im weiteren Gespräch erzählt mir Claire, dass die Bewohner des Hauses die Eröffnung des Clubs durch eine Petition zu verhindern versuchten, welche offensichtlich keine ausreichende Unterstützung erhielt. Der Club wurde eröffnet und hat seitdem keinerlei Probleme  mit Mitgliedern, Anwohnern oder der Polizei gehabt.

Und während die Kollegen ein paar Kilometer weiter am Ballermann, tagtäglich alle Hände voll zu tun haben, die vom Alkohol zügel- bis besinnungslos gewordenen, lauten und aufdringlichen Scharen Deutscher, Niederländischer und Britischer Touristen im Zaum zu halten, hört man hier in einer der unscheinbaren, ruhigen Seitenstraßen Santa Ponsas, höchstens mal einen enttäuschten Touristen fluchen, der Wind vom Club bekommen, jedoch in Ermangelung einer Mitgliedschaft sowie der notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen hierfür, keinen Einlass gewährt bekommen hat. Gesetz ist halt Gesetz!

Nach einer kurzen Zeit in dieser familiären Atmosphäre, verabschiedete ich mich von Claire und Maxi, der erst wenige Minuten vorher wieder zurückgekommen war. Die Zeit verging  viel zu schnell und der Abschied fiel mir aus verschiedenen Gründen nicht leicht. Doch wir hatten noch eine längere Rückfahrt vor uns, um pünktlich zur Abendfütterung wieder zurück in unserem Touristenbunker in S´Arenal zu sein. So verließ ich diesen freundlichen Ort mit der herzlichen Einladung, beim nächsten Mal Malle wieder vorbeischauen zu dürfen.

Natürlich hatte ich mich vor Verlassen des Clubs mit leicht brennbaren Souvenirs eingedeckt. Und so erkundeten wir die Insel am letzten Tag des Urlaubs, in entgegengesetzter Richtung entlang der Südküste, mit dem kühlen Wind und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht.

Zum krönenden Abschluss unserer Reise entdeckten wir  den, an der Steilküste von Llucmajor gelegenen, felsigen Meereseinschnitt Cala Pi.  und genossen die einmalig schöne Aussicht am, 1663 erbauten Wachturm „Torre de Cala Pi“, bevor wir in einem der sehr ansprechenden Restaurants, mit Blick auf das Meer zu Mittag aßen. Anschließend lockte uns der traumhafte kleine Sandstrand und das herrlich blaue, weitläufig flache Wasser die steile Treppe mit ihren über einhundert Stufen hinunter, um in dieser von Meeresseite uneinsehbaren, kleinen Bucht  die letzten Stunden unseres Urlaubs in aller Besinnlichkeit ausklingen zu lassen.

Die letzte Fahrt führte unausweichlich zurück zur Motorradvermietung am Ballermann und in unser Hotel, wo wir noch einmal das ungenießbare Abendbuffet und die unerträglichen Betten über uns ergehen lassen mussten, bevor wir früh am nächsten Morgen unseren Rückflug antraten und einschließlich kleiner Reste der brennbaren Souvenirs, sicher in  Köln landeten.  

 

    

 

 

Contact


Order Scoop